Trockensteinmauern haben Tradition. Sie dokumentieren ein altes Handwerk und sind auch heute noch ein wichtiges Landschaftselement. Könnten Sie sich die Juraweiden ohne freistehende Trockenmauern vorstellen? Den Grabserberg (siehe Bild) ohne die traditionellen Mauern aus Lesesteinen?
Welche Arten von Trockenmauern unterscheiden wir?
Die Stützmauer finden wir überall dort wo steile Borde befestigt werden müssen. Früher wurden sie aus landwirtschaftlichen Gründen erstellt, damit auch steile Hänge nutzbar wurden. Heute können wir die Stütz-Trockensteinmauer nutzen, um abschüssige Gärten attraktiv zu gestalten. Durch die Terassierung wird die Pflege des Gartens erheblich erleichtert und waagrechte Flächen dazugewonnen. --->Stützmauern
Freihstehende Mauern dienten früher als "Weidezäune". Umher- liegende Steine wurden gekonnt zu Mauern aufgeschichtet und dadurch sinnvoll "entsorgt". Mit diesem Typ Mauern können wir heute in den Gärten vielseitige Räume schaffen. Gerade in sehr flachen Gärten ist eine freistehende Mauer ein schöner Blickfang! -->Freistehende Mauern
Ökologische Bedeutung von Trockenmauern
Trockensteinmauern sind sehr vielseitige Biotope (Lebensräume). Sie bieten Platz für eine Vielzahl von Tieren und Pflanzen. Eidechsen lieben die warmen und besonnten Steine und suchen Unterschlupf in den zahlreichen Spalten und Höhlen. Auch das Zimbelkraut (Siehe Bild) siedelt sich gerne an Mauern an. Mit Trocken- mauern können Sie einen wertvollen ökologischen Beitrag leisten und einen spannenden Ort für Beobachtungen schaffen.
Bau einer Trockenmauer von A bis Z
Das Fundament
Die Humusschicht wird Abgetragen bis auf den gewachsenen Boden.
Die Fudamentsteine werden direkt auf den Boden gelegt und durch kantige Steine hinterfüllt. Eine Drainage der Mauer ist nicht nötig, weil die Trockenmauer das Wasser ungehindert abfliessen lässt
Die Mauer
Auf die Fundamentsteine bauen wir "die Mauer". Mit einem guten Gefühl für Formen finden wir die passenden Steine und können sie mit Hilfe von Meissel und Hammer bearbeiten. Damit die Mauer in Neigung und Linie exakt wird, bauen wir ein Schnurgerüst.
Diese Stützmauer haben wir mit 7,5 Tonnen gebroche- nem Jurakalkstein gebaut. Die ange- baute Treppe be- steht aus Sand- stein.